Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen

Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen. Встречное движение. Von Gabriele Leupold, Eveline Passet, Olga Radetzkaja, Anna Schibarowa und Andreas Tretner. Mit Gabriele Leupold und Sergej Romaško, Swetlana Geier und Michail Rudnizkij, Marina Koreneva und Dorothea Trottenberg, Ilma Rakusa und Tatjana Baskakova, Solomon Apt und Thomas Reschke. Kamera: Jakobine Motz. Schnitt: Stefan Stabenow. Deutschland, 2003. 93 min. Deutsch und russisch, mit deutschen Untertiteln. Russische Untertitel, angefertigt 2015 von Studierenden am Institut für Slavistik, LMU München, sind wahlweise zuschaltbar. Ist Ironie, etwa die so feine wie heitere Distanziertheit eines Thomas Mann, übersetzbar? Warum wimmelt es in russischen Texten von «Täubchen» und «Herzchen»? Wird Kafkas Liftjunge Karl Rossmann gegen die Schulter oder in den Hintern gestoßen? Und wie kommt es, dass «aktualnost» und «Aktualität» nicht dasselbe bedeuten? «Spurwechsel», ein Film vom Übersetzen, fragt nach den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Kulturen, wie sie in den Sprachen zutage treten und von den Übersetzern gestaltet werden. Er zeigt die vielfachen Brechungen, die sich ergeben, wenn ein Text die Sprache wechselt.

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