Herbstlied - von Johann Gaudenz von Salis-Seewis

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Звезды нашего прошлого
Johann Gaudenz von Salis-Seewis: Herbstlied Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind. Wie die volle Traube aus dem Regenlaube purpurfarbig strahlt! Am Geländer reifen Pfirsiche, mit Streifen rot und weiß bemalt. Sieh, wie hier die Dirne Emsig Pflaum&und Birne In ihr Körbchen legt! Dort mit leichten Schritten Jene goldnen Quitten In den Landhof trägt! Flinke Träger springen, und die Mädchen singen, alles jubelt froh! Bunte Bänder schweben zwischen hohen Reben auf dem Hut von Stroh. Geige tönt und Flöte bei der Abendröte und im Mondesglanz; junge Winzerinnen winken und beginnen Deutschen Ringeltanz. Illustration: Johann Grün Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis kam am 26. Dezember 1762 auf Schloss Bothmar in Malans (Schweiz) zu Welt. Er war ein Günstling Marie Antoinettes und diente bis zur Französischen Revolution in der Schweizergarde des französischen Königs in Paris. Anschließend reiste er durch die Niederlande und durch Deutschland, wo er in Weimar u.a. Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Friedrich von Schiller, Christoph Martin Wieland und Friedrich von Matthisson kennenlernte. Von seinen Dichterkollegen wurde er als "Bündner Nachtigall" bezeichnet. Im Anschluss an seine Reisen war er in der Schweiz auch politisch aktiv. Johann Gaudenz von Salis-Seewis starb am 29. Januar 1834 in Malans. #Herbstgedicht

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